Das aktuelle Amtsblatt


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Aktuelle Veranstaltungen

Ergebnisliste:

  • Nachholung 120-jähriges "Zeitreise durch Jahrhunderte zu Ehren des Pferdes" - Gutenborn Bergisdorf
    01.08.2014   bis   03.08.2014   

    Reit- und Springtunier


  • Buchlesung (A.O.Schwede - Gedenken) - Wetterzeube Buchlesung
    07.08.2014   
    Ortsteil: Haynsburg

    Buchlesung in Erinnerung an den Haynsburger Pfarrer und Schriftsteller A.O.Schwede 16:00Uhr in der Burgschänke Haynsburg


  • Konzert in der Kirche Pötewitz - Wetterzeube Konzert des Reußischen Kammerorchester e.V.
    28.08.2014   
    Ortsteil: Pötewitz

    Konzert in der Kirche St. Sebastian Pötewitz 200. Wiederkehr der Trauung der Mutter Richard Wagners in zweiter Ehe mit Ludwig Heinrich Geyer in der Sankt Sebastians Kirche in Pötewitz Als Johanne Rosine verw. Wagner geb. Paetz am 28.8.1814 in zweiter Ehe mit dem sächsischen Hofschauspieler Dichter und Maler Ludwig Heinrich Geyer durch Pfarrer Lange in Pötewitz getraut wurde, war nicht zu erahnen, welche Bedeutung diese Trauung für die Kirchgemeinde später erlangen sollte. Obwohl die Bedeutung der Parochialkirche Pötewitz an der Zubringerstraße zur Salzstraße gelegen, nicht von der Hand zu weisen ist, gab es sicherlich Gründe für die Brautleute, die Trauung nicht, wie eigentlich üblich, im Geburts- bzw. Wohnort der Braut zu vollziehen. Johanne Rosine Paetz ist am 19. Sept. 1774 in Weißenfels geboren. Ihr Vater, Meister Johann Gottlob Paetzen, war Bürger und Weißbäcker in Weißenfels. Das Geburtshaus war die Marienstraße 13. Nach dem frühen Tod der Mutter (gest. am 5. Jan. 1789) kam Johanne Rosine durch Prinz Constantin von Weimar, der der jüngere Bruder des Großherzogs und Goethefreundes Carl-August war, durch Vermittlung an den Hof. Mit knapp 19 Jahren hatte sie ihren Gönner, der an Typhus am 6. Sept. 1793 verstarb, verloren. Constantin war Generalmajor der Kavallerie in Querfurt, dessen Geliebte sie war. Die 5 Jahre von Constantins Tod bis zur Verheiratung mit dem Polizeiaktuar Friedrich Wagner in Leipzig sind nicht nachvollziehbar belegt. Am 2. Juni 1798 heiratete Johanne Rosine den Königlich Sächsischen Policey-Amts-Actuarii zu Leipzig, Carl Friedrich Wilhelm Wagner, den Vater Richard Wagners. Richard Wagner wurde als 9. Kind am 22. Mai 1813 in Leipzig geboren und am 16. Aug. 1813 durch den Diakon der Thomaskirche getauft. Im Taufregister der Thomaskirche Leipzig 1811 bis 1817 Blatt 155 b Nr. 440, Richard Wagner, wird seine Mutter eine geb. Beetzen genannt. Richard Wagner war gerade ein halbes Jahr alt, als sein Vater 41-jährig starb und bereits am 28. Aug. 1814 heiratete seine Mutter in der unweit von Weißenfels gelegenen Sankt Sebastians Kirche in Pötewitz den Freund des Hauses Wagner, Ludwig Heinrich Geyer, der, wenn er auch bereits 1821 verstarb, ein bedeutender Wegweiser im Werdegang Richard Wagners war. Friedrich Wagner hatte eine große Neigung für das Theater, auf deren Basis auch die Freundschaft zu Ludwig Geyer beruhte. Richard Wagner schreibt in seiner Biographie: "Hatte ihn bei der Wahl dieses Freundes gewiss hauptsächlich seine Theaterliebe geleitet, so führte er in ihm seiner Familie zugleich den edelsten Wohltäter zu, in dem dieser bescheidene Künstler durch innigen Anteil an dem Lose der zahlreichen Nachkommenschaft seines unerwartet schnell verschiedenen Freundes Wagner bewogen, den Rest seines Lebens auf das Angestrengste der Erhaltung und Erziehung dieser Familie zu widmen." Dieser ausgezeichnete Mann, wie ihn Richard Wagner bezeichnet, übernahm auch seine Erziehung. "Er wünschte mich gänzlich als eigenen Sohn zu adoptieren und legte mir daher, als ich in die erste Schule aufgenommen ward, seinen Namen bei, so daß ich meinen Dresdner Jugendgenossen bis in mein vierzehntes Jahr unter dem Namen Richard Geyer bekannt geblieben bin." Die Gründe, warum Richard Wagner den Namen seines Ziehvaters Geyer wieder ablegte, könnten die Kenntnisse über das Vorleben seiner Mutter, die er in diesem Alter erlangt hatte, gewesen sein. Das voreheliche Leben seiner Mutter fand Niederschlag in den Frauengestalten seiner Opern und Musikdramen. In seinem Frühwerk "Das Liebesverbot" bringt er das klar zum Ausdruck (Wer unerlaubt liebt, soll mit dem Tod bestraft werden). Mit der 200. Wiederkehr dieser Eheschließung wird der Kirchgemeinde Sankt Sebastian Pötewitz und dem Heimatverein Wetterzeube e.V. Gelegenheit gegeben, an die Weißenfelser Wurzeln des großen deutschen Komponisten, Dichters, Regisseurs und Dirigenten zu erinnern und diesen als den bedeutendsten Erneuerer der Musik im 19. Jahrhundert zu ehren. Mit einem Konzert am 28.08.2014 um 19.30 Uhr wird in der Sankt Sebastians Kirche in Pötewitz unter Mitwirkung von Mitgliedern des Reußischen Kammerorchesters Gera e.V., Oboe: Günter Gäbler (Soloobist der Philharmonie Altenburg-Gera), Violine: Prof. Andreas Hartmann (Konzertmeister des MDR-Sinfonieorchesters Leipzig) Cemballo: Frauenkirchenkantor Matthias Grünert (Dresden) dieses 200-jährige Jubiläum begangen. Zur Aufführung kommen Werke von Antonio Vivaldi, Alessandro Marcello, Johann Christian Bach und Johann Sebastian Bach. Die Kirchgemeinde Pötewitz und der Heimatverein Wetterzeube e.V. laden zu dem Konzert herzlich ein. Der Kartenvorverkauf erfolgt über die Zeitz-Information und an der Abendkasse zum Preis von 15 EUR.